Datensicherheit ist eins der großen Themen der Gegenwart…

..über Geheimdienstskandale, nahezu ständige Attacken durch Trojaner, Viren oder Ransomware auf Unternehmen, Organisationen und private Rechner wird regelmäßig in den Medien berichtet. Das Problem stellt sich aber auch angesichts des kommenden Internets der Dinge und wachsenden Bereichen wie dem Einsatz eines Unmanned Aircraft System (UAS) bzw. einer Drohne. Denn zwischen einem UAS und der Bodenstation werden drahtlos alle notwendigen Informationen ausgetauscht. Dazu gehören Signale für die Steuerung, die Livebildübertragung für den Drohnenpilot sowie für den Kamera-Operator und die Telemetriedaten. Wenn diese Informationen unverschlüsselt übertragen werden, kann eine dritte Person sich leicht dazwischenschalten und die Kontrolle über eine Drohne übernehmen.

Große Lücken bei der Datensicherheit von unbemannten Flugsystemen

Den Beweis brachte im Frühjahr 2016 der IT-Spezialist Nils Rodday aus Kempen am Niederrhein, mit einer Aktion, die im nachhinein weltweit für Aufsehen sorgte. Rodday ist Experte auf dem Gebiet, hat er sich doch in seiner Masterarbeit damit auseinandergesetzt, wie einfach sich ein unbemanntes Flugobjekt hacken lässt. Seine Ergebnisse präsentierte er auf der RSA Security Conference im kalifornischen San Francisco, dem größten Event für IT-Sicherheit. Anschließend berichteten zahlreiche Medien aus den USA, Großbritannien und sogar Russland und China über den Fall.

Bei dem von Rodday inszenierten, fiktiven Szenario setzte die Polizei eine professionelle Drohne ein, um einen Schwerverbrecher aufzuspüren, der sich auf der Flucht befand. Während der Fahndung drehte das UAS plötzlich ab und konnte von den Beamten nicht mehr kontrolliert werden. Nils Rodday hatte sich mit einfachen Mitteln und seinem technischen Know-how in den Datenverkehr eingehackt. Er benötigte dafür lediglich ein Notebook, einen Funkchip und ein Adapterkabel.

Es handelte sich bei dem Flugapparat zwar nicht um ein militärisches Gerät, aber immerhin doch um ein sehr teures Profi-UAS, wie es für zahlreiche Zwecke eingesetzt wird, beispielsweise bei der Feuerwehr, in der Archäologie und eben bei der Polizei. Bisher hat sich kaum jemand Gedanken gemacht, aber wenn die Prognosen über einen zunehmenden Drohnenverkehr eintreffen – etwa durch Versandhändler, die ihre Pakete damit zustellen wollen – wird das Thema Datensicherheit eine wichtigere Rolle spielen müssen.

SpidAIR® verschlüsselt alle Daten

Wir nehmen das Thema Sicherheit ehr ernst. Unser System SpidAIR® ist deshalb mit einer effektiven Verschlüsselung des Datenverkehrs ausgestattet. Die SpidAIR® verschlüsselt die Datenstränge für die Livebildübertragung mit AES 128 bit und die Steuerung mit AES 256 bit. Alle weiteren Funktionen werden ebenfalls mit 128 bit oder höher verschlüsselt. Diese Methoden sorgen dafür, dass unbefugte Dritte sich nicht dazwischenschalten und das Gerät übernehmen, missbrauchen oder zum Absturz bringen können.

Bisher beschäftigen sich bei weitem noch nicht alle Hersteller so intensiv mit der Frage nach der Datensicherheit einer Drohne. Wenn es soweit ist, dass große Unternehmen flächendeckend professionelle UAS einsetzen, werden ohne entsprechende Maßnahmen nicht nur einzelne Fluggeräte, sondern ganze Flotten angreifbar. Die Absicherung von unbemannten Flugsystemen gegen unbefuge Zugriffe wird deshalb zukünftig weiter in den Fokus rücken.

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